April 2013

Video: Erstes Exponat steht im neuen Museum

Categories: Allgemein, Ausstellung, Exponate | Posted by: Christoph

Es war eine spektakuläre Aktion, als das ehemalige Löschfahrzeug der Feuerwehr Neuhütten mithilfe des Baukrans in das Obergeschoss des im Bau befindlichen Rheinland-Pfälzischen Feuerwehrmuseums gehoben wurde. Nach rund 40 Jahren im Feuerwehreinsatz und über zehn Jahren als Museumsstück und Hochzeitsfahrzeug findet der alte Citroën nun hier seinen wohl letzten Standplatz. Dass er diesen jemals wieder verlässt, ist eher unwahrscheinlich.

Schauen Sie sich das Video hierzu an:

Das Fahrzeug der Marke Citroen wurde am 27. August 1953 von der Freiwilligen Feuerwehr Tholey/Saarland zugelassen. In einer alten Scheune in Theley entdeckte es Anfang der 60er Jahre der Neuhüttener Feuerwehrmann Hans Engel: „Ich machte gerade Mittagspause in dieser Scheune. Da sah ich das alte Fahrzeug und dachte gleich, das wäre doch was für unsere Feuerwehr“. Der Kauf wurde schnell perfekt gemacht, die Neuhüttener kauften das Fahrzeug für damals 1.800 DM. Am 26. Mai 1965 nahm es bei der Freiwilligen Feuerwehr Neuhütten seinen Dienst auf. Anfang der 90er Jahre wurde dieses Fahrzeug ausgemustert, da die Feuerwehr Neuhütten ein neues TSF-W (Tragkraftspritzenfahrzeug mit Wasser) bekam. Das Fahrzeug wurde nach der Außerdienststellung dem Feuerwehrmuseum übergeben.

Als die Feuerwehr Neuhütten Anfang der 90er Jahre ein neues Tragkraftspritzenfahrzeug bekam, wurde der alte Citroën ausgemustert und dem Hermeskeiler Feuerwehrmuseum übergeben. Da aber noch keine Ausstellungshalle vorhanden war, wurde es erst einmal in einer privaten Scheune untergestellt. Im Jahr 2002 wurde es aus der Scheune geholt und von den Museumsmitarbeitern für die Hochzeit von Meike und Christoph Unger als Brautauto restauriert. Seit dem Umzug des Museums vom Bahnhof in die derzeitige Ausstellungshalle im Industriegebiet Hermeskeil kann es den Museumsbesuchern gezeigt werden. Es wird auch weiterhin für Hochzeitsfahrten verwendet.

Im neuen Feuerwehrmuseum in der Stadtmitte von Hermeskeil, wo den Besucher auf über 1000 qm ein spannender Parcours durch die unterschiedlichen Themenbereiche Feuer (Treppenhaus), Ereignisse, Protagonisten, Tätigkeiten (Obergeschoss), Fahrzeuge und Werkzeuge (Untergeschoss) erwartet, wird das gute alte Stück am Ende des Themenbereichs „Tätigkeiten“ im Obergeschoss positioniert. Geplant ist, in dem hinteren Mannschaftsraum ein Kino für Kleingruppen und Familien entstehen zu lassen. Hier können die Besucher Platz nehmen und kurze Filme über die Arbeit der Feuerwehr betrachten.

Ein Fahrzeug wie dieses ist sehr selten in deutschen Feuerwehrmuseen zu finden. Diese Fahrzeuge gab es bei nur bei den Feuerwehren im Saarland, wo französische Fahrzeuge angeschafft wurden. Für Rennen war der alte Citroën übrigens nie geeignet: Bei einem Hubraum von rund 1900 ccm brachte der Motor 50 PS=9CV auf die Achse, was das Fahrzeug mit einem Leergewicht von zweieinhalb Tonnen auf ebener Strecke auf eine Höchstgeschwindigkeit von 50 km/h brachte – für den Einsatz in einem relativ kleinen Dorf auf dem Land allemal schnell genug.

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Metz Aerials sichert Unterstützung zu

Categories: Allgemein, Ausstellung, Exponate, Sponsoring | Posted by: Christoph

Die Unterstützung von Sponsoren ist sowohl beim Bau als auch beim späteren Betrieb des Rheinland-Pfälzischen Feuerwehrmuseums ein wichtiges Instrument, um dieses für die Besucher sowohl spannend als auch erlebnisreich und informativ zu gestalten.

Fahrzeuge fürs Museum

Nach ersten Gesprächen im Herbst 2012 mit Michael Kristeller, Geschäftsführer von Metz Aerials, konnte dieser nun bei einem Treffen in Hermeskeil die frohe Nachricht überbringen, dass man beim Bau der Erlebnisausstellung des Museums dieses in größerem Umfang unterstützen werde. Die Metz Aerials GmbH & Co. KG ist das Kompetenzzentrum für Hubrettungsgeräte im Rosenbauer Konzern, welcher somit der erste größere Sponsor des Museums geworden ist. Alle Unterstützungsmöglichkeiten, welche im Herbst angesprochen wurden, konnte Herr Kristeller nun zusagen. So überreichte er Stadtbürgermeister Udo Moser mehrere Fahrzeugmodelle im Maßstab 1:43, welche im neuen Museum die verschiedenen modernen Fahrzeugtypen wie Löschfahrzeuge, Hubrettungsfahrzeuge oder Sonderfahrzeuge darstellen werden. Besonders erfreut zeigten sich die Museumsvertreter Udo Moser, Ernst Blasius und Christoph Unger darüber, dass der Rosenbauerkonzern auch einen Ausschnitt eines modernen Fahrzeuges im Maßstab 1:1 zur Verfügung stellen wird. „Dieses Exponat wird ein Highlight für unsere Besucher“, so  Museumsleiter Ernst Blasius, und der Vertreter des Landesfeuerwehrverbandes, Frank Zühlke, fügte hinzu, dass „dies die Besucher neugierig auf die moderne Feuerwehr macht und so sicherlich den ein oder anderen veranlasst, seine eigene Feuerwehr zu besichtigen.“

Filmproduktion: Carl Metz

Weiterhin wird Metz Aerials einen Film über Carl Metz, einen der Gründerväter der Feuerwehren in Deutschland, produzieren und dem Museum zur Verfügung stellen. Hierzu wurde ein Schauspieler engagiert, welcher große Ähnlichkeiten mit Carl Metz hat. Man kann schon gespannt auf diesen Film sein, welcher die Entwicklung der erste Spezialfabrik der Welt zur Herstellung von Feuerlösch- und Rettungsgeräten bis zu einem der führenden Hersteller für Hubrettungsfahrzeuge aufzeigen wird. Da Metz Aerials hierzu eine Produktionsfirma beauftrag hat, kann man sicher sein, dass dies ein professioneller Film werden wird.

Besichtigungen: Museum und Neubau

Im Anschluss an diese „Bescherung“ führte Museumsleiter Blasius die anwesenden Gäste durch die derzeitige Ausstellung des Museums. Herr Kristeller zeigte sich hoch interessiert an den fachmännisch instandgesetzten Exponaten und war erstaunt, was man derzeit schon alles im Hermeskeiler Feuerwehrmuseum zu sehen bekommt.

Bei der abschließenden Besichtigung der Baustelle konnten sich die Anwesenden einen ersten Eindruck über das neue Museum verschaffen. Der stellvertretende Vorsitzende des Museums, Christoph Unger, erläuterte, wo die einzelnen von Metz gesponserten Exponate später im Museum ihren Platz finden werden. Auch der Präsident a.D. des Landesfeuerwehrverbandes Rheinland-Pfalz, Otto Fürst, welcher seinerzeit die Kontakte zu Metz Aerials geknüpft hatte, war sehr zufrieden, dass alles angesprochene nun realisiert werden kann und das neue Museum somit noch attraktiver werden wird.

Der Präsident a.D. des Landesfeuerwehrverbandes Otto Fürst, Präsidiumsmitglied des Landesfeuerwehrverbandes Frank Zühlke, Christoph Unger, Geschäftsführer Metz Aerials Michael Kristeller, Maria Mois, Stadtbürgermeister Udo Moser und Museumsleiter Ernst Blasius vor der Landspritze Nr. 925 von Carl Metz aus dem Jahre 1871 (ehemals Feuerwehr Rinzenberg)

 

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